Kapelle St. Michael in Roschlaub

Im Jahre 1835 stiftete Johann Finzel aus Roschlaub die erste Kapelle.1837 kauften die Gemeindevertreter den sogenannten Gertrudenaltar aus dem Bamberger Dom. Das Rokokoaltärchen war im Zuge der Purifizierung unter König Ludwig I. überflüssig geworden.

1956 beschlossen die Bürger Roschlaubs, anstelle des baufälligen, alten Kirchleins, ein neues Gotteshaus zu errichten. Hinter der schlichten Fassade vermutet niemand ein solches Kleinod. Auf dem Altarbild ist die heilige Gertrud von Nivelles vor der Madonna dargestellt. Das Werk wird Johannn Josef Scheubel zugeschrieben und entstand um 1735. Anläßlich der 750-Jahrfeier des Bamberger Domes war das Altarblatt von Mai bis September 1987 im Diözesanmuseum ausgestellt.

Die Skulpturen am Altar, der heilige Evangelist Johannes und Johannes Nepomuk, stammen vermutlich von Leonhard Gollwitzer. Sie sind ebenfalls um 1735 entstanden. Die Statue der Immakulata ist ein Geschenk aus Schweisdorf. Sie war vom Zahn der Zeit arg in Mitleidenschaft gezogen. Nach der Restauration fand sie ihren Platz in der neuen Kapelle. Die Darstellung des Erzengels Michael schuf der Bildhauer Birklein aus Bamberg und wurde 1967 erworben. Unbekannter Herkunft ist das Gemälde “Mariä Verkündigung“, und die beiden kleinen Figuren, hl. Wendelin und Michael. Die beiden Glocken: “Kunigunde“ 1920, und “Heinrich“ 1949, wurden von der Firma Lotter in Bamberg hergestellt.

Aufgrund der unentgeltlichen Arbeitsleistung und Spendenfreudigkeit der Einwohner, konnte der Bau im Herbst 1958 fertiggestellt werden. Stadtpfarrer Pieger benedizierte die Kapelle am Sonntag, den 28. September 1958. Der Patron ist der heilige Michael.

Das Kirchweihfest wird am letzten Sonntag im September gefeiert, im August 2008 konnte das 50-jährige Weihejubiläum festlich begangen werden.

Ihr Ansprechpartner in Roschlaub ist Familie Sigfried Dusold Tel. (0 95 42) 16 98.