Spitalkirche St. Elisabeth in Scheßlitz

Die Elisabethenkirche ist die Hauskirche des von Fürstbischof Lambert von Brunn im Jahre 1395 gestifteten Elisabethenspitales. Dergesamte Spitalkomplex, eine wohltätige Stiftung zur Pflege von alten und kranken Bürgern, wurde im Laufe des 18. Jahrhunderts vollständig umgestaltet und bildet heute als Ensemble mit Verwaltungs- und Pfründnerhaus eine städtebauliche Bereicherung.

Die Kirche, 1766/67 nach Plänen von Johann Michael Küchel, einem Mitarbeiter  Balthasar Neumanns, erbaut, ist der hl. Elisabeth von Thüringen geweiht (Patrozinium: 19. November); die feierliche Einweihung fand am 20. August 1769 statt.

An der üppig verzierten Eingangsfassade sind die Statue der Patronin sowie das Wappen des Bauherrn, Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim, besonders augenfällig. 

Im Innern besitzt die Rokokokirche einen reich ausgestatteten, in gedämpften Farbtönen gehaltenen Chor und ein flaches Gewölbe. Bis zum Jahr 1964 hatte sie außerdem noch einen angelegten Terrazzoboden, der jetzt nur noch im Altarraum erhalten ist. Die Kirchenorgel wurde zu Beginn des Jahres 2002 erneuert.

In lockerer, bewegter Vielfalt besitzt der Hochaltar eine reiche, in Formen und Farben gut abgestimmte Ausstattung. Frei steht der Tabernakelbau mit Altarmensa und Anbetungsengeln. Das Altarbild zeigt die hl. Elisabeth von Thüringen, flankiert von den Figuren des hl. Johannes des Täufers, Johannes Nepomuk, sowie der Apostel Philippus und Judas Thaddäus. Die beiden Seitenaltäre zeigen den Heiland an der Geißelsäule und die unbefleckt empfangene Maria.

An der rechten Seitenwand befindet sich die Kanzel mit reich verziertem Schalldeckel, an der linken eine große Holzstatue der Hl. Elisabeth, die auf einer Wolke thronend einem Bettler das Brot reicht.

Seit 1964 ist das Spital im Eigentum der Stadt Scheßlitz, das Gotteshaus wird auch von der Evangelischen Kirchengemeinde genutzt.